90 MILLIONEN EURO
90 Millionen Euro für den Klimaschutz. (wort.lu)
Neues Prämiensystem für energiebewusstes Wohnen.
Um die Klimaschutzziele zu erfüllen, setzt die Regierung auf Energieeffizienz und auf die stärkere Nutzung von erneuerbaren Energien. Am Donnerstag hat das Kabinett nun Änderungen an der aktuellen Regelung für die Beihilfen beim Wohnungsbau und der Altbausanierung beschlossen. Das neue Regime gilt für die Jahre 2013 bis 2016. “Für die kommenden vier Jahre werden etwa 90 Millionen Euro für die Prämien bereitgestellt”, erklärte Umweltminister Marco Schank bei der Vorstellung des neuen Regelung, die das Kabinett am Morgen bewilligt hatte.
Die Prämien gelten einerseits für Passiv- als Niedrigenergiehäuser und andererseits für die energetische Altbausanierung. Auch die Beratung wird bezuschusst. In den Genuss der Prämien können Privatpersonen, Vereinigungen, Bauinvestoren und Immobilienfirmen kommen.
BIS ZU 160 EURO PRO QUADRATMETER
Wer beispielsweise ein Passivhaus (Kategorie A) bauen will, kann mit einer staatlichen Unterstützung von 160 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche rechnen, vorausgesetzt, das Haus ist nicht größer als 150 Quadratmeter und vorausgesetzt, die Baugenehmigung liegt bis Ende 2014 vor. Wer sein Bauvorhaben erst in den Jahren 2015 oder 2016 angeht, erhält nur noch 70 Euro. Bei einem Niedrigenergiehaus (Kategorie B) erhält man noch eine Prämie von 45 Euro pro Quadratmeter.
Auch bei der Altbausanierung hat sich einiges geändert. Hier gibt es in Zukunft ein Bonussystem. Je nachdem welche Wärmekategorie man anpeilt, gibt es einen Bonus von 10, 20 oder 30 Prozent, allerdings unter der Bedingung, dass man durch die Sanierung das Haus mindestens um zwei Wärmeschutzklassen aufwertet.