MIETE IM SCHNITT, 888€

MIETE IM SCHNITT, 888€

Briten mieten die größten Wohnungen (L'essentiel)

Briten mieten die größten Wohnungen (L'essentiel)

Nur etwa jeder Vierte in Luxemburg mietet seine Wohnung. Wer mietet, zahlt meistens eine normale Miete, nur etwa acht Prozent der Mieterhaushalte bekommen einen Zuschuss oder mieten zu vergünstigten Bedingungen, wie aus einer Studie des Statec hervorgeht, die am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Der Durchschnittsmieter im Land bewohnt eine Wohnung von 84 m2 und zahlt dafür 888 Euro. Wer in einer Sozialwohnung mietet, zahlt etwas weniger als die Hälfte, nämlich im Schnitt 396 Euro für eine ungefähr gleich große Wohnung. Die teuersten Mieten leisten sich die Bewohner von Kopstal, sie zahlen im Schnitt 1‘371 Euro, am wenigsten zahlen die Mieter in der Gemeinde Whal südlich des Stausees (542 Euro im Schnitt).

Der Anteil der Mieter ist in der Hauptstadt deutlich höher als im Rest des Landes. Jeder Zweite ist dort nicht Eigentümer seiner Wohnung. Die Preise für eine Wohnung in Luxemburg-Stadt liegen deutlich über denen im Rest des Landes (14,7 Euro kostet der Quadratmeter Mietwohnung im Vergleich zu 12,5 Euro außerhalb der Hauptstadt). Doch wer in der Hauptstadt wohnt, hat eine kleinere Fläche (78,5 qm im Schnitt).

Die Gemeinden mit den höchsten Durchschnittsmieten liegen rund um Luxemburg-Stadt: So zahlt in ein Mieter in Niederanven im Schnitt 997 Euro für seine Wohnung von durchschnittlich 123 qm. Die kleinsten Wohnungen liegen in Differdingen und Esch mit 66 qm im Schnitt.

Luxemburger wohnen günstiger und schon länger in ihrer Wohnung

Welche Bürger leisten sich die dickste Miete? Auch ein Ranking nach Ursprung zeigt das Verhalten der Mieter in Luxemburg. So zahlen Briten mit 1‘410 Euro die höchsten Mieten, verfügen aber auch mit 116 qm im Schnitt auch über die größten Wohnungen. Sie liegen damit knapp vor den Niederländern (1‘195 Euro für 117 qm) und den Spaniern (1‘095 Euro für 87 qm). Deutsche in Luxemburg zahlen im Schnitt 1‘030 Euro für 91 qm und haben mehr Platz zum Leben als Franzosen mit 86 qm, für die sie 1‘036 Euro Miete im Schnitt zahlen. Belgier geben durchschnittlich 931 Euro Miete für eine Wohnung von 87 qm aus. Die kleinsten Wohnungen bewohnen laut der Statec-Studie Portugiesen und Montenegriner mit jeweils 72 qm bzw. 69 qm. Sie zahlen dafür im Schnitt 715 Euro Miete.

Und die Luxemburger? Ihr Durchschnitt liegt bei einer Miete von 818 Euro monatlich für eine 85 qm große Wohnung. Dass sie damit unter dem nationalen Schnitt liegen, erklären die Statistiker damit, dass viele schon lange in ihren Wohnung leben. Im Schnitt wohnt ein Luxemburger seit acht Jahren in derselben Mietwohnung während es bei einem Ausländer fünf Jahre sind.

 

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