Je höher der Preis, desto größer die Probleme

Je höher der Preis, desto größer die Probleme

Die geplante Mehrwertsteuer-Erhöhung könnte die Lust der Luxemburger beim Wohnungskauf oder bei Renovierungen dämpfen.(L'essentiel)

Je höher der Preis, desto größer die Probleme (L'essentiel)

 

Die geplante Mehrwertsteuer-Erhöhung könnte die Lust der Luxemburger beim Wohnungskauf oder bei Renovierungen dämpfen.

 

Will man in Luxemburg eine Neubauwohnung kaufen, muss man tief in die Tasche greifen. 5265 Euro kostet der Quadratmeter. Diese Meldung des «Observatoire de l‘habitat» hat schnell die Runde gemacht und viele Reaktionen provoziert. Den Anfang macht der CSV-Abgeordnete Marc Lies, der in einer parlamentarischen Anfrage wissen wollte: «Gibt es eine direkte Verbindung zwischen dem Anstieg der Immobilienpreise und der Ankündigung der Regierung, die Mehrwertsteuer für die Zweitwohnung zu erhöhen?»

 

Steve Heiliger, Sprecher der Beamtengewerkschaft CGFP, hingegen gibt zu bedenken, dass der Anstieg der Mehrwertsteuer auch Auswirkungen auf Kauf und Renovierung der Hauptwohnungen in Luxemburg haben kann. Er hält es für möglich, dass in den kommenden Jahren weniger Neubauwohnungen gekauft oder weniger Altbauten renoviert werden. «Die Obergrenze für die entsprechenden Zuschüsse wurde 2013 schon von 60.000 auf 50.000 Euro gekürzt», erklärt Heiliger. Zudem werde die auf 17 Prozent erhöhte Mehrwertsteuer die Kaufkraft senken.

 

Damit Wohnungskäufer weiter im gleichen Umfang von den Zuschüssen profitieren, müsste nach Rechnungen der CGFP «die Obergrenze von 50.000 auf 93.800 Euro erhöht werden». Der Vorschlag ist angesichts der wirtschaftlichen Situation keineswegs in trocknen Tüchern. Eine weitere Tatsache, welche die Gewerkschaft zu dem Fazit kommen lässt, dass die politischen Entscheidungen der vergangenen Monate «unrealistisch, unverständlich und ungerecht» gewesen seien.

 

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