Die meisten Luxemburger sind „häusliche Typen“
Die meisten Luxemburger sind „häusliche Typen“ (L'essentiel.lu)
66 Prozent der Luxemburger wohnen in einem Haus, die anderen in einer Wohnung. In der Eurozone ist eine von zwei Personen in der selben Situation.
66,3 Prozent der Luxemburger leben in Einfamilienhäusern. Im europäischen Vergleich ist dies ein sehr hoher Wert - in der Eurozone wohnt im Schnitt nur jeder Zweite in einem Haus. Allerdings hinkt das Großherzogtum seinen Nachbarn hinterher: Zwar leben in Deutschland nur 45,3 Prozent der Bürger in einem Haus, in Frankreich (66,7 Prozent) und Belgien (78,9 Prozent) hingegen finden sich mehr «häusliche Typen».
Sieht man sich die Zahlen genauer an, zeigt sich, dass 29,9 Prozent der Bewohner in einem Reihenhaus leben, während 36,4 Prozent ein sogenanntes freistehendes Haus («Maison isolée») als Wohnraum nutzen.
Ausländer zahlen öfter Miete
Spiegel der Ungleichheiten
Die Daten aus einer Statec-Studie zeigen auch, wie sich Einkommensunterschiede im Wohnbereich auswirken. Demnach leben nur 44,4 Prozent der Personen, die von Armut bedroht sind, in einem Haus, während es bei den Bessersituierten über 70 Prozent sind (Eurozone: 54,9 Prozent).
Vergleicht man die Wohnsituation von Luxemburgern und Ausländern, treten ebenfalls Unterschiede zu Tage. Während nur 16 Prozent der Einheimischen für ihren Wohnraum Miete zahlen müssen, sind es bei Auswärtigen deutlich mehr, nämlich 49,5 Prozent.
Unter den Eigentümern haben 60 Prozent noch einen laufenden Kredit zurückzuzahlen (Eurozone: 42 Prozent). Durch die lange Rückzahlungszeit drohen viele Hausbesitzer in der Schuldenfalle stecken zu bleiben. Mehr als 75 Prozent der sogenannten „armen“ Hausbesitzer sind in Luxemburg in dieser heiklen Situation. In der Eurozone drohen hingegen nur drei von zehn finanziell schlechter ausgestatteten Eigentümern in die Armut abzurutschen.